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        <title>VPO on Christian Hofmann</title>
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        <description>Recent content in VPO on Christian Hofmann</description>
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        <copyright>Christian Hofmann</copyright>
        <lastBuildDate>Wed, 11 Feb 2026 00:00:00 +0000</lastBuildDate><atom:link href="https://christian-hofmann.eu/tags/vpo/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml" /><item>
        <title>Organteq</title>
        <link>https://christian-hofmann.eu/p/organteq/</link>
        <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
        
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        <description>&lt;img src="https://christian-hofmann.eu/p/organteq/titel.png" alt="Featured image of post Organteq" /&gt;&lt;h2 id=&#34;einleitung&#34;&gt;Einleitung
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;In diesem kleinen Artikel stelle ich die VPO Organteq kurz vor. Über den Artikel verteilt sind kleinere und größere Aufnahmen mit verschiedenen Orgeln aus Organteq, die von mir eingespielt wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Organteq ist eine Software der französischen Firma Modartt, die eine Kirchenorgel (Pfeifenorgel) auf dem Computer simuliert. Modartt ist vor allem für Pianoteq bekannt, das zu den besten virtuellen Pianos zählt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;https://christian-hofmann.eu/p/organteq/organteq1.png&#34;
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&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Besondere an Organteq ist, dass es – im Gegensatz zu den meisten anderen virtuellen Orgeln wie Hauptwerk, GrandOrgue oder Sweelinq – nicht auf Samples (Tonaufnahmen echter Pfeifen) basiert, sondern auf Physical Modeling.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anstatt aufgenommene Klänge abzuspielen, berechnet die Software den Klang in Echtzeit mithilfe physikalischer Modelle. Dabei wird simuliert, wie die Luft durch die Pfeife strömt, wie die Pfeife schwingt und wie der Raum den Schall reflektiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Präludium in C-Dur:&lt;/p&gt;
&lt;audio controls&gt;
    &lt;source src=&#34;prelude.mp3&#34; type=&#34;audio/mpeg&#34;&gt;
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&lt;/audio&gt;
&lt;h2 id=&#34;vorteile-von-organteq&#34;&gt;Vorteile von Organteq
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Enorm kompakt:&lt;/strong&gt;
Da keine Audioaufnahmen geladen werden müssen, ist die Software äußerst platzsparend. Organteq benötigt nur etwa 30 MB Speicherplatz, während samplebasierte Orgeln oft viele Gigabyte beanspruchen. Davon betroffen ist insbesondere auch der Arbeitsspeicher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Realistisches Spielgefühl:&lt;/strong&gt;
Die Software reagiert extrem sensibel auf die Spielweise. Da keine starren Samples verwendet werden, kann das Spielverhalten einer Orgel sehr fein und realistisch simuliert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hohe Flexibilität:&lt;/strong&gt;
Nahezu jeder Parameter kann vom Nutzer angepasst werden – von der Stimmung einzelner Pfeifen bis hin zur Positionierung der Orgel im virtuellen Raum. Mit wenigen Klicks lassen sich Orgeln nach eigenem Belieben zusammenstellen oder verändern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vielseitige Nutzung:&lt;/strong&gt;
Organteq ist sowohl als Standalone-Version zum direkten Spielen als auch als Plug-in (VST, AU, AAX) für DAWs verfügbar. Die Software läuft unter Windows, macOS und Linux (x86_64 und ARM).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer nur den lieben Gott lässt walten (3 Variationen):&lt;/p&gt;
&lt;audio controls&gt;
    &lt;source src=&#34;Wernur.mp3&#34; type=&#34;audio/mpeg&#34;&gt;
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&lt;/audio&gt;
&lt;h2 id=&#34;nachteile-von-organteq&#34;&gt;Nachteile von Organteq
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Natürlich gibt es auch Punkte, die für den einen oder anderen einen Nachteil darstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während Organteq sehr genügsam beim Speicherverbrauch ist, stellt es höhere Anforderungen an den Prozessor. Für große Orgeln mit umfangreichen Registrierungen wird ein sehr leistungsstarker Prozessor benötigt. Modartt optimiert die Software jedoch kontinuierlich, um die CPU-Last möglichst gering zu halten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl Physical Modeling enorme Fortschritte gemacht hat, empfinden manche Nutzer den Klang im Vergleich zu echten Aufnahmen als etwas zu „perfekt“ oder sogar „steril“. Zudem kann man in Organteq keine exakt nachgebildete, real existierende Orgel erwerben. Stattdessen spielt man stets ein Modell, das beispielsweise nach „französischer Romantik“ oder „deutschem Barock“ klingt, jedoch keine direkte Kopie eines konkreten Instruments ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt zwar einige Orgeln, die nach realen Vorbildern erstellt wurden, inwieweit diese dem Original tatsächlich nahekommen, kann ich an dieser Stelle jedoch nicht bewerten. Klanglich sind die meisten davon zumindest sehr angenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aquarelle:&lt;/p&gt;
&lt;audio controls&gt;
    &lt;source src=&#34;aquarelle.mp3&#34; type=&#34;audio/mpeg&#34;&gt;
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&lt;/audio&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-organteq-community&#34;&gt;Die Organteq-Community
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Community rund um Organteq ist aktiv und offen. Modartt bietet auf seiner Webseite die Möglichkeit, selbst erstellte Instrumente zu veröffentlichen, die von anderen Nutzern bewertet werden können. Inzwischen finden sich dort zahlreiche interessante Orgeln, von denen einige realen Instrumenten nachempfunden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine objektive Bewertung fällt mir schwer, da ich die Originalinstrumente nicht kenne. Subjektiv betrachtet klingen viele dieser Orgeln jedoch sehr überzeugend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Beispiel hier eine Aufnahme des Chorals „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ – eine Fantasie sowie eine isometrische Choralfassung. Gespielt wurde sie auf der Rühlmann-Orgel (op. 204) der Johanneskirche, die vom Nutzer Coignard in Organteq nachgebaut wurde. Die entsprechende Definition ist im FXP Corner von Modartt zu finden: &lt;a class=&#34;link&#34; href=&#34;https://forum.modartt.com/fxpcorner/?version=organteq%202&#34;  target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;
    &gt;https://forum.modartt.com/fxpcorner/?version=organteq%202&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;audio controls&gt;
    &lt;source src=&#34;Lobe_den_Herren_EG316.mp3&#34; type=&#34;audio/mpeg&#34;&gt;
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&lt;/audio&gt;
&lt;h2 id=&#34;vergleich-mit-sampler&#34;&gt;Vergleich mit Sampler
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Hauptwerk, GrandOrgue, Sweelinq und andere samplebasierte Orgeln sind wie Fotos: Man betrachtet ein detailgetreues Abbild einer spezifischen Orgel. Es ist wunderschön, aber das Abgebildete lässt sich nicht grundlegend verändern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Organteq hingegen ist wie ein 3D-Modell. Man kann es aus allen Blickwinkeln betrachten, die Beleuchtung verändern und es nach Belieben umbauen. Der Klang wirkt dabei manchmal etwas „digitaler“, bietet dafür aber eine enorme kreative Freiheit.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;alternativen-zu-organteq&#34;&gt;Alternativen zu Organteq
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Organteq ist nicht die einzige Software, die auf Physical Modeling setzt. Aeolus von Fons Adriaensen ist eine Open-Source-Orgel, die selbst auf sehr schwacher Hardware (z. B. einem Raspberry Pi 1) große Orgeln spielbar macht: &lt;a class=&#34;link&#34; href=&#34;https://kokkinizita.linuxaudio.org/linuxaudio/aeolus/&#34;  target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;
    &gt;https://kokkinizita.linuxaudio.org/linuxaudio/aeolus/&lt;/a&gt;
Technisch ist das Modeling weniger komplex als bei Organteq, dafür aber äußerst ressourcenschonend.
Arthur Benilov hat auf Basis von Aeolus eine weiterentwickelte Version erstellt: &lt;a class=&#34;link&#34; href=&#34;https://archie3d.github.io/aeolus_plugin/&#34;  target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;
    &gt;https://archie3d.github.io/aeolus_plugin/&lt;/a&gt; Diese läuft im Gegensatz zum Original auch unter Windows und macOS und kann als Plug-in genutzt werden. Laut eigener Aussage wurde das Modeling verbessert, allerdings sind die Systemanforderungen deutlich höher.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;persönliche-meinung&#34;&gt;Persönliche Meinung
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ich führe eine gewisse „schwierige Beziehung“ mit Organteq. Einerseits bereitet das Spielgefühl große Freude, andererseits gibt es klangliche Details, die für mich nicht immer perfekt sind. Allerdings klingt keine Software exakt wie das Live-Erlebnis an einer echten Orgel vor Ort.
Organteq ist ein hervorragendes Werkzeug und in den meisten Fällen kann es sehr überzeugen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Abschluss – und als kleine Belohnung für das Lesen bis hierher – folgt eine Aufnahme des Chorals „Durch Adams Fall ist ganz verderbt“, bearbeitet von Marcel Dupré und von mir kreativ interpretiert.&lt;/p&gt;
&lt;audio controls&gt;
    &lt;source src=&#34;AdamsFall.mp3&#34; type=&#34;audio/mpeg&#34;&gt;
    Ihr Browser unterstützt das Audio-Element nicht.
&lt;/audio&gt;
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        </item>
        <item>
        <title>RustyPipes Open Source VPO Software</title>
        <link>https://christian-hofmann.eu/p/rustypipes-open-source-vpo-software/</link>
        <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
        
        <guid>https://christian-hofmann.eu/p/rustypipes-open-source-vpo-software/</guid>
        <description>&lt;img src="https://christian-hofmann.eu/p/rustypipes-open-source-vpo-software/titel.png" alt="Featured image of post RustyPipes Open Source VPO Software" /&gt;&lt;h2 id=&#34;einleitung&#34;&gt;Einleitung
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Seit einiger Zeit werkelt Dividebysandwich an dem Programm RustyPipes. Dabei handelt es sich um eine VPO Software ähnlich zu Hauptwerk, Sweelinq oder GrandOrgue. Das Projekt ist noch sehr jung, aber einen Blick wert. Der Entwickler beschreibt es wie folgt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;RustyPipes ist eine virtuelle Pfeiffenorgel welche GrandOrgue und Hauptwerk Samplesets laden kann. Es wird sowohl Sample Precaching als auch Sample Streaming von SSDs unterstützt. Das erlaubt z.b. das Spielen von großen Samplesets mit vielen Registern mit wenigen Gigabytes RAM. Um nicht unnötig Latenz beim Spielen zu erhöhen werden bei allen Samples die ersten Millisekunden ins RAM geladen und dann der Rest von der Disk gestreamed. Wer das nicht will kann natürlich alle Samples komplett ins RAM laden. Es gibt sowohl eine Version für die Konsole wie auch eine grafische Version.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt findet ihr unter &lt;a class=&#34;link&#34; href=&#34;https://github.com/dividebysandwich/rusty-pipes&#34;  target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;
    &gt;https://github.com/dividebysandwich/rusty-pipes&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;bilder&#34;&gt;Bilder
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;https://christian-hofmann.eu/p/rustypipes-open-source-vpo-software/rusty1.png&#34;
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&lt;img src=&#34;https://christian-hofmann.eu/p/rustypipes-open-source-vpo-software/rusty2.jpg&#34;
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&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;ein-erster-eindruck&#34;&gt;Ein erster Eindruck
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Installation auf meinem Textsystem mit Debian Trixi lief mithilfe des Flatpaks ohne Probleme, als Sampleset habe ich von Binatural Pipes die Niederzwehren ausgewählt: &lt;a class=&#34;link&#34; href=&#34;https://binauralpipes.com/niederzwehren&#34;  target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;
    &gt;https://binauralpipes.com/niederzwehren&lt;/a&gt;
Nach dem Start von RustyPipes konnte ich die Orgel ohne Probleme laden und auch spielen. Die Oberfläche selbst ist noch sehr rudimentär und es fehlen noch viele Funktionen, aber die Kernfunktion also das Laden und Spielen einer Orgel funktioniert bereits.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;aufnahme&#34;&gt;Aufnahme
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Eine kurze Aufnahme die ich mit RustyPipes erstellt habe. Es handelt sich um eine Bearbeitung von Marcel Dupre zu dem Lied &amp;ldquo;Durch Adams Fall ist ganz verderbt&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;audio controls&gt;
    &lt;source src=&#34;rustyrecord.mp3&#34; type=&#34;audio/mpeg&#34;&gt;
    Ihr Browser unterstützt das Audio-Element nicht.
&lt;/audio&gt;
&lt;h2 id=&#34;ausblick&#34;&gt;Ausblick
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Projekt ist jung, erst einige Monate alt. Daher ist es schwer abzuschätzen wie weit es sich entwickeln wird und wo die Reise hingehen wird. Der Entwickler ist aber sehr an Ideen interessiert und setzt diese wenn möglich und sinnvoll auch um. Daher lohnt es sich RustyPipes eine Chance zu geben und zumindest einmal zu testen, dem Entwickler Feedback zu geben, Fehler zu melden oder auch Code beitragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich für meinen Teil werde den Verlauf sehr genau verfolgen, da ich vor allem die Streamingtechnik sehr spannend finde.&lt;/p&gt;
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